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Mittwoch, 22. November 2017

Dreizehn Fakten über mich und das Feuer


1. Ich liebe heimelige Feuerstellen. Ob drinnen im Boller-Ofen 
oder draußen ein Lagerfeuer - ganz egal!

2. Meine frühsten Kindheitserinnerungen haben mit bollernden Kohleöfen zu tun. (Daran hat mich übrigens Katala erinnert. Dankeschön dafür!)



3. Denn wenn wir baden wollten, musste zuerst das bitterkalte Badezimmer vorgewärmt und das Badewasser erhitzt werden. Ein Heißwasserboiler wurde dafür von meiner Mutter eingeheizt - mit Holz und Kohle. Zuerst durfte mein Vater baden (wobei er sich sowieso nach einem anstrengenden und vor allem dreckigen Arbeitstag untertage auch immer in der "Waschkaue" der Zeche wusch) und dann wir Kinder. Wann meine Mutti gebadet hat weiß ich gar nicht?! Tsss..! Wenn ich dann aus der Badewanne gehoben wurde, wurde ich direkt in ein großes Handtuch gehüllt und in die gute Stube getragen. Dort bollerte bereits unser Kachelofen. Geheizt wurde immer mit Kohle - schließlich arbeiteten alle Männer unserer Familie im Bergwerk.

4. Einmal hat meine Mutti mich mit zuviel Schwung vor den Ofen gestellt und ich habe mir dolle den Poppes verbrannt. Ich habe geheult wie ein Schlosshund - das könnt Ihr mir glauben.



5. Ich musste noch nie für ein wärmendes Feuerchen Holz hacken. Das erledigen immer meine "Männer" für mich. Mein Göttergatte ist da ein Könner, denn in immer gleichen Abständen kann man bei ihm das Beil auf die Holzstämme krachen hören. Manchmal kommt noch ein dumpfes Poltern hinzu, dann fliegt der Holzscheit weiter als geplant. Es ist für mich ein heimeliges Geräusch, denn es verspricht uns kuschelige Novemberabende. (Außerdem genieße ich seinen Anblick - da bin ich ganz Frau.)

6. Für das Einräumen der Holzscheite ist die ganze Familie zuständig, sogar unser Kleiner muss dann tatkräftig mit anpacken. Es ist für mich ein zufriedenes Gefühl das Brennholzregal draußen gut gefüllt zu wissen.

7. Besonders mein Großer macht hervorragende Feuerchen. Eben ein echter Pfadfinder - durch und durch. Er braucht mittlerweile noch nicht einmal ein Streichholz oder ein Feuerzeug dafür.

8. Ich hasse es den Kachelofen zu putzen. Dieses schwarze Geschmiere an der Ofen-Scheibe nervt mich total.


9. Mein Lieblingsgericht über dem Feuer gekocht ist Chili-Con-Carne. Es schmeckt mir erst richtig gut, wenn es schon eine ganze Zeit lang über dem Feuer gehangen hat. Am besten passt ein selbstgebackenes Landbrot dazu.

10. Auch BratäpfelBannocks oder Waffeln mit einer guten Tasse Kaffee schmecken wirklich gut. (Auch wenn der Kaffee immer viel zu stark ist.)

11. Jedes Jahr freue ich mich auf die Maronenzeit. Esskastanien über dem offenen Feuer zu rösten ist ein Genuss und ein Spaß für die ganze Familie.



12. Ich finde ein Lagerfeuer ist Romantik pur. Am schönsten finde ich, wenn man mit guten Freunden gemütlich um das Lagerfeuer sitzt und es leise gesungen wird. Wenn dann noch eine Gitarre mit am Start ist, kommen mir manchmal vor Rührung die Tränen.. ach, nee.. das ist ja immer der Rauch!

13. Gerade wenn es draußen wieder kälter wird und die Feuchtigkeit durch die Kleidung dringt, finde ich nichts einladender als in ein Heim mit einem bollernden Ofen oder mit einem offenen Kamin zu kommen. Es ist diese ganz besondere Wärme, die ein Zuhause noch heimeliger macht.


Verlinkt mit: "Feuer" von Astrid,



Liebe Astrid, vielen Dank für diesen schönen Anreiz. Einen Post für Deine Linkparty im November zu verfassen, hat mir besonders viel Freude gemacht, denn unser jährliches Herbstfest mit unseren Freunden ist aus familiären Gründen leider ausgefallen. Dank Dir konnte ich wenigstens in Erinnerungen schwelgen. Ganz herzliche Grüße, Nicole

Sonntag, 19. November 2017

Der Wahnsinn hat einen Namen


Unsere Hündin Julie steht traurig vor mir. Sie schaut mich aus ihren treuen Augen vorwurfsvoll an und ihre hübschen braunen Stehohren hängen unglücklich herunter. Um sie herum muss gerade der Wahnsinn getobt haben. Ein zerbrochenes Glas liegt auf dem Boden im Esszimmer. Meine hübsche Pilea hat keine Blätter mehr und die Blumenerde liegt neben dem umgekippten Blumentopf auf der Fensterbank. Die Küche steht unter Wasser, während der Wassernapf ganz leer ist. Eine kleine feuchte Pfotenspur führt direkt zu Julies Lieblingsplatz. Da liegt er - der Wahnsinn. Und er hat auch einen Namen: Sky, unser Kater. Julie drängt sich an mich und wir seufzen beide gleichzeitig. Wer hätte das gedacht?! Dabei ist er doch so putzig und so flauschig und so hübsch. Alleine schon, wenn er über den Tisch geschlichen kommt und sein Köpfchen gegen meine Stirn drückt, geht mir mein Herz auf - vor lauter Liebe. 


Donnerstag, 16. November 2017

Eichhörnchen im November

Guten Morgen, meine Lieben! In unserem Waldgarten leben drei ganz zauberhafte Eichhörnchen. Ein braunes, ein fuchs-rotes und ein schwarzes Eichkätzchen. Und obwohl unsere Hündin Julie sie gar nicht leiden kann und die possierlichen Tiere oft quer durch den Garten scheucht, sind sie doch sehr zutraulich. Da dieses Jahr die Walnuss-Ernte durch den späten Frost im März so gut wie ausgefallen ist, habe ich den drei Süßen einen Korb mit Walnüssen und Äpfeln nach draußen gestellt. Habt Ihr Lust die drei Eichhörnchen für einen Moment zu beobachten? Dann los:


"Mmmh.. was riecht denn hier so lecker?"


"Da muss ich doch mal nachschauen!"


"Äpfel und Nüsse - ja, ist denn schon Weihnachten?!! Füchslein, hol' schnell den Schwarzen!"


"Mmmh.. lecker!!"


"Hier soll es Nüsse geben? Ja, wo denn?!"


"Ach, da! Das ist aber wackelig. Ich versuche es mal von oben!"


"Schon besser, jetzt noch hinein und dann gehört eine Nuss mir!"


"Mmmh.. die hebe ich mir für später auf!"


"Schwarzer! Wo bleibst du denn? Hier gibt es feine Walnüsse!"

"Ich bin ja schon da! Nüsse? Nüsse!!"


"Wie komme ich denn bloß in den Korb?"


"Endlich habe ich eine Walnuss. Die nehme ich mit und verstecke sie gut.
Schließlich steht der Winter ja schon vor der Tür!"


Habt Ihr Lust das ganze Schauspiel am Stück anzuschauen?
Dann habe ich noch für Euch ein Video >hier< dazu:





Viel Spaß und einen wundervollen Novembertag!
Herzlichst, Nicole

Verlinkt mit: "Naturdonnerstag", *Naturkinder*, "Gartenglück"

Dienstag, 14. November 2017

Gefüllte Vogelfutter-Tannenzapfen


"Kleiner, hast du Lust mit mir wieder etwas für unsere Winterfütterung zu werkeln?", erwartungsvoll blicke ich meinen Sohnemann an. "Heute nicht, Mama! Ich habe Ohrenschmerzen und mein Kopf tut dolle weh!". "Du hast Ohrenschmerzen?", erschrocken betrachte ich meinen Kleinen, "Du hast dich doch nicht etwa bei deinem großen Bruder angesteckt?". "Doch ich glaube schon!", mein Kleiner sieht mich gequält an. "Na, komm! Ich mache dir ein Zwiebelsäckchen und dann gehen wir einbissel an die frische Luft! Was hältst du davon?", aufmuntert schaue ich meinen Kleinen an. "Okay. Aber ich bastele heute nicht!", mein Kleiner sieht mich entschlossen an. "Okay, einverstanden. Dann bastele ich eben alleine.", antworte ich besänftigend. Nachdem ich das noch warme Zwiebelsäckchen zwischen Mütze und schmerzenden Ohr gesteckt habe, gehen mein Kleiner und ich nach draußen in den sonnigen Hof. Während mein Kleiner unlustig mit unserer Hündin einen Ball hin und her kickt, stelle ich alle Zutaten auf den alten Holztisch und mache die ersten Fotos. "Du Mama, ich mache doch mit. Aber ich mache nur einen Zapfen fertig!", mein Sohnemann setzt sich mir gegenüber und zieht die Mütze über sein schmerzendes Ohr, "Was soll ich tun?". Ich grinse leise in mich hinein, erkläre schnell was er machen soll und höre staunend seinen Ausführungen über das ökologische Gleichgewicht zu. Da geht es um Vögel, Insekten, dem Sterben der Insekten und die Wichtigkeit der Bienen. "Wie groß er doch schon geworden ist!", denke ich leise für mich und bemerke schmunzelnd, dass er bereits den dritten Zapfen befüllt hat.


Zutaten:
  • Tannenzapfen
  • ungesalzene Erdnussbutter (gibt es im Tierfachhandel)
  • Vogelfuttermix
  • Kordel
  • Schmiermesser
  • Teller

So geht's:

Zuerst befestigt mein Kleiner die Kordel an der Oberseite des Tannenzapfens, damit er eine Schlaufe hat an der er den Zapfen aufhängen kann. Dann verteilt er den Vogelfuttermix auf einen tiefen Teller und schmiert die Erdnussbutter mit dem Messer in die Rillen des Tannenzapfens. Anschließend rollt er den bestrichenen Tannenzapfen über den Vogelfuttermix und drückt die Samen, Nüsse und Körner gut in den Tannenzapfen. Fertig ist der Vogelfutter-Tannenzapfen.

Samstag, 11. November 2017

Das Sankt-Martin-Fest


Auch in diesem Jahr möchte ich von dem heimeligsten aller Brauchtumsfeste, welches hier bei uns am linken Niederrhein eine ganz besondere Tradition hat, sprechen: dem Sankt-Martin-Fest. Denn ich finde es ungemein wichtig unseren Kindern gerade in der heutigen Zeit Werte, welche das Sankt-Martin-Fest beinhaltet, mit auf den Weg zugeben. Mitgefühl, Barmherzigkeit und Nächstenliebe scheinen nämlich leider in unserer modernen Welt in Vergessenheit zu geraten. Aber nun zum Fest selber: besonders schön ist es, wenn die Kinder noch klein sind, denn da ist das Staunen über die leuchtenden Laternen, den heiligen Sankt Martin auf seinem Pferd, die laute Musikkapelle und die singenden Menschen am Größten. Aber auch mit älteren Kindern kann man das Fest zu Ehren des Heiligen Sankt Martin noch zelebrieren.
Möchtet Ihr wissen wie? Zuerst haben wir gemeinsam zu Hause die gesammelten Laternen der vergangenen Jahre mit Beleuchtung in die Fenster gehangen und dabei Sankt-Martin-Lieder gehört und gesungen. Am Tag des Sankt-Martins-Umzuges sind wir zu unserem altehrwürdigen Kloster hochgezogen, während die leuchtenden Laternen der jüngeren Kinder der Stadt uns dabei den Weg gewiesen haben. Was für eine fröhliche und kunterbunte Ansammlung. Eine Laterne schöner als die andere. Oben auf dem Klosterplatz angekommen, haben wir uns das Schauspiel angesehen, mit dem Bettler gebibbert (er hatte tatsächlich nur einen Lendenschurz an) und staunend das Feuerwerk betrachtet. Den Abend haben wir fröhlich mit heißem Kakao und selbst gebackenen Weckmännern oder Martinsgänse ausklingen lassen.. hachz! Merkt Ihr es? Ich liebe die Sankt-Martin-Zeit. Aber nun bin ich neugierig, habt Ihr auch schon das Sankt-Martin-Fest gefeiert?



Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sankt-Martins-Umzug mit kunterbunten Laternen, leuchtenden Kinderaugen, feinen Martingänschen, stattlichen Weckmännern
und einem wolkenlosen Himmel.
Herzlichst, Nicole

Freitag, 10. November 2017

Teezeit (oder "Bäume im November")



"Mir geht's nicht gut, Mama?!", mein Großer steht hustend vor mir. "Das höre ich!", stirnrunzelnd betrachte ich meinen Großen, "Hast du Lust mit mir Tee zu trinken? Die Wärme wird dir sicherlich gut tun.". Mein Großer setzt sich neben mich auf unsere Bank und lässt schwer der Kopf auf meine Schulter sinken, ein tiefes Seufzen entfleucht ihm und kurz darauf ist wieder ein bellender Husten zu hören. "Ja, gerne!", er steht auf und nimmt sich eine Tasse Tee. "Sonnenschein.", mein Großer liest laut das Etikett vor, "Den könnten wir heute gebrauchen!". Ich nicke und blicke in das triste Novembergrau: "Aber heute Morgen war es im Wald wirklich herrlich. Die gelben Blätter an den Bäumen haben so richtig durch den Nebel geleuchtet.". Mein Großer hustet erneut. Mit einem großen Schluck spült er den kleinen Gänse-Keks hinunter und sieht mich erschöpft an: "Mama?! Vielleicht hätte ich doch keine kurze Hose anziehen sollen.". Mühsam versuche ich mein Lachen zu verbergen und sage leichthin: "Das kommt davon, wenn man nicht hören kann!".

Guten Morgen, meine Lieben. Schön, dass Ihr wieder zu mir gefunden habt. Möchtet Ihr auch eine Tasse Sonnenschein-Tee und ein Sankt-Martin-Plätzchen? Bedient Euch bitte. Habt Ihr Euch gerade gewundert, warum mein Großer noch immer in kurzen Hosen rumläuft? Tja, da seid Ihr nicht die Einzigen. Schon in den Herbstferien hat mein Göttergatte ihn dazu angehalten wieder eine lange Hose anzuziehen. Aber unser Naturbursche hält gar nicht von langen Hosen. Zu unbequem, zu warm, zu unpraktisch.. lach! Glaubt mir, er hatte noch einige Argumente mehr. Und nun sitzt er hier und hustet und prustet. Hoffen wir mal, dass er sich am Wochenende erholen kann. Unsere ganze vergangene Woche war von schönen heimeligen Sankt-Martin-Fest-Vorbereitungen geprägt, das habt Ihr sicherlich schon gemerkt, nicht wahr?! Wir lieben dieses Brauchtumsfest sehr. Aber dazu morgen mehr! 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Freitag
und ein kuscheliges November-Wochenende.
Herzlichst, Nicole